Zeiterfassung auf Tickets

Stunden dort buchen, wo die Arbeit steht.

Wer Stunden nur auf Projekte bucht, weiß am Monatsende, wie viel Zeit ein Kunde gekostet hat, aber nicht wofür. Auf Tickets gebucht, hängt jede Stunde an einer konkreten Aufgabe: nachvollziehbar für das Team, belegbar für den Kunden, abrechenbar ohne Nachfragen. Redmine bringt Tickets und Zeitbuchung kostenlos mit; unsere Zeiterfassung macht daraus ein Wochenraster mit Timer, Einreichen und Genehmigen.

Das Problem

Projekt-Ebene reicht nicht, wenn jemand fragt: wofür?

„Projekt Müller, 37 Stunden“ ist eine Zahl ohne Geschichte. Der Kunde fragt, warum es 37 waren und nicht 25. Die Projektleitung fragt, welche Aufgabe aus dem Ruder gelaufen ist. Die Buchhaltung fragt, welche Positionen auf die Rechnung gehören. Alle drei Antworten stecken in derselben Information: an welcher Aufgabe die Stunden hingen.

Auf Ticket-Ebene erfasst, ist die Antwort schon da. Jedes Ticket trägt seine gebuchten Stunden, seine Schätzung und den Restaufwand. Aus der Summe der Tickets entsteht die Projektzahl von selbst, umgekehrt geht es nicht.

So sieht es aus

So sieht ein Ticket mit Stunden in Redmine aus.

Ein Redmine-Ticket hat ein Thema, einen Status, eine Zuweisung und ein Feld „Aufgewendete Zeit“. Jeder Zeiteintrag darunter nennt Datum, Stunden, Tätigkeit und einen Kommentar. Das ist der Kern, und er funktioniert ohne Plugin.

Unsere Zeiterfassung legt darüber das Wochenraster: eine Zeile pro Ticket, eine Spalte pro Wochentag. Sie klicken in die Zelle, tragen die Stunden ein, fertig. Ein Timer läuft bei Bedarf serverseitig auf einem Ticket mit, mehrere parallel, und schreibt beim Stoppen den Eintrag. Favoriten halten die Tickets oben, an denen Sie gerade arbeiten, und „Vorwoche kopieren“ übernimmt die Struktur der letzten Woche mit leeren Stunden. Pro Ticket weist das Plugin den Restaufwand aus: geschätzt minus gebucht.

Rechnung aufgemacht

Ein Team von fünf, eine Woche.

Fünf Personen, zwei Kundenprojekte und ein internes Projekt mit einem Sammelticket für Abstimmung und Organisation. Die Zahlen sind ein Beispiel, der Ablauf ist der echte.

PersonKundentickets (Projekt A)Kundentickets (Projekt B)InternWoche
Anna28 h auf 4 Tickets6 h auf 1 Ticket6 h40 h
Ben12 h auf 2 Tickets22 h auf 3 Tickets6 h40 h
Cem34 h auf 5 Tickets–6 h40 h
Dana–30 h auf 3 Tickets10 h40 h
Eli16 h auf 2 Tickets18 h auf 2 Tickets6 h40 h
Summe90 h76 h34 h200 h

Freitagnachmittag reicht jede Person ihre Woche pro Projekt ein. Montag genehmigt die Projektleitung von A ihre 90 Stunden, die von B ihre 76, beide mit Blick auf die Tickets, nicht auf eine Gesamtzahl. Die 34 internen Stunden stehen daneben und verschwinden nicht in den Kundenprojekten.

Und dann

Von der Ticket-Stunde zur Rechnung.

Genehmigte Perioden sind gesperrt und bilden die Grundlage für die Abrechnung. Mit dem Plugin Rechnungstellung übernehmen Sie die genehmigten Zeiteinträge eines Kunden und Zeitraums als Rechnungspositionen; jede Position verweist auf ihre Zeiteinträge, also auf die Tickets. Die Rechnung entsteht als PDF, auf Wunsch als ZUGFeRD mit eingebettetem XML oder als XRechnung für öffentliche Auftraggeber. Wer stattdessen über einen Personaldienstleister abrechnet, exportiert die genehmigte Periode als Datei für dessen Portal.

Fragen vorab

Was Teams vor dem Umstieg wissen wollen.

Muss jede Stunde auf ein Ticket?

Im Wochenraster ja: Jede Zeile ist ein Ticket, die Stunden landen als Zeiteinträge daran. Zeiten ohne Ticket lassen sich weiterhin im Redmine-Kern auf ein Projekt buchen und erscheinen in dessen Berichten. Wer alles an einem Ort halten will, legt für wiederkehrende Tätigkeiten eigene Tickets an.

Was ist mit Stunden ohne Ticket, etwa Meetings?

Ein Sammelticket pro Projekt, zum Beispiel „Abstimmung und Organisation“, nimmt sie auf. So bleibt jede Stunde einem Projekt und einer Tätigkeit zugeordnet, und die Auswertung zeigt, wie viel Zeit neben der eigentlichen Arbeit anfällt.

Sehen Mitarbeiter die Stunden der anderen?

Das Wochenraster zeigt jedem Benutzer seine eigenen Buchungen. Wer das Recht „Zeiterfassung genehmigen“ hat, sieht die eingereichten Perioden seiner Projekte. Welche Zeiteinträge jemand darüber hinaus in Redmine sehen darf, regeln die Rollen und Rechte des Redmine-Kerns.

Kann ich Tickets und Stunden exportieren?

Ja. Redmine exportiert Zeiteinträge als CSV, mit Ticket, Tätigkeit und Kommentar. Das Plugin erzeugt aus einer eingereichten oder genehmigten Periode zusätzlich eine Datei für Dienstleisterportale — derzeit MyTime by Hays; weitere Portale folgen.

Was brauche ich, um anzufangen?

Ein Redmine ab Version 5.1 auf Ihrem Server oder bei einem Hoster; mit Docker ist es in etwa 15 Minuten installiert. Dazu das Plugin Zeiterfassung für 249 € netto einmalig pro Instanz. Vorher lässt sich alles in der Demo ausprobieren, ohne Installation.

Nächster Schritt

Erst ausprobieren, dann entscheiden.

Die Demo ist ein vollständiges Redmine mit allen Plugins und Beispieldaten – die Zugänge stehen auf ihrer Startseite. Stunden auf ein Ticket buchen, Woche einreichen, genehmigen: fünf Minuten genügen.

Demo öffnen Redmine in 15 Minuten installieren Preis und Details